#finale: Quelle Fremdmaterial

Ein prima Projekt hat zum Abschluss der Euro 2012 das Blog Reeses Sportkultur vorgelegt, nämlich ein Twitter-Hörspiel zum EM-Finale. Aus deutschsprachigen Tweets zum Spiel Spanien gegen Italien haben Simon Kamphans und Klaas Reese ein Drehbuch zusammengestellt, und das Ausgangsmaterial sogar per Storify dokumentiert. Das mit Musik von Matthias Lang unterlegte Ergebnis ist ein schöner Meta-Kommentar, der exemplarisch zeigt, was während des Spiels auf dem second screen los war. Mehr davon!

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Basketball: #PlayoffsBaby

Während Borussia Dortmund bereits das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal geholt hat, müht man sich beim Basketball noch in den Playoffs. Wikipedia erklärt den Modus:

In der BBL spielen zum Saisonende die besten acht Mannschaften der Tabelle den Deutschen Meister aus. Dabei treten der Erste gegen den Achten (der 2. gegen den 7., der 3. gegen den 6. usw.) in der Viertelfinal-Serie an, die jeweiligen Sieger dann in der Halbfinal- und Final-Serie. Die einzelnen Serien werden im Best-of-Five-Modus ausgespielt, wobei die Spielorte jeweils wechseln. Den Heimvorteil hat die in der Hauptrunden-Tabelle besser platzierte Mannschaft.

Nun stellt sich die Frage, was dieses Thema hier zu suchen hat. Die Antwort ist recht einfach: Die Basketball Bundesliga betreibt eine recht beeindruckende Online-Kommunikation, die nicht nur die üblichen Kanäle bespielt. Schön zu sehen ist dies an der Nutzung eines Tools, mit dem Social-Media-Inhalte kuratiert werden: Storify. Die BBL zeigt hier besipielsweise auch Fundstücke von Fans aus dem Fotodienst Instagram.

Neu im Portfolio ist nun ein Profil bei SoundCloud. Genutzt wird es im Moment für die Veröffentlichung von Interviews mit Akteuren. In diesem Fall ist es der Trainer Thorsten Leibenath von ratiopharm ulm, die als erste Mannschaft fürs Halbfinale qualifiziert ist.

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My Tiger My Timing on Tour

Aufmerksam geworden bin ich auf My Tiger My Timing (Portfolio bei Amazon) durch die Werbung für ihr im Juli erscheinendes Debüt-Album Celeste mittels eines Thinglink-MashUps. Ein Klick auf den Link, der auf dem Gewehr platziert ist, bringt uns den Titel Wasteland aus dem SoundCloud-Profil der Band zu Gehör. Die Combo tummelt sich überhaupt auf vielen der für Promo-Zwecke inzwischen relevanten Online-Kanäle und ihr Facebook-Profil ziert der gerade eingeführte Anhören-Button: Damit werden bei Profilen der Kategorie “MusikerIn/Band” die von den Besuchern jeweils benutzten Streaming-Dienste (z.B. Spotify) aktiviert, um Musiktitel der Künstler wiederzugeben. Wie wir wissen, können auf diesen Wegen aber nur minimale Erlöse erzielt werden. Nicht zuletzt deshalb spielt MTMT auch Konzerte: Ihre Tournee führt sie dieser Tage nach Deutschland, was wiederum gut zu verfolgen ist, da die Anwendung Bandsintown genutzt wird. Eine Übersicht liefert der Live Dates-Tab: heute steht Darmstadt auf dem Programm.

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The Big Bad Wulff (Remix)

Nachdem hier mit “Lauer liest Wulff” bereits eine Version des Anrufs von Christian Wulff auf der Mailbox des Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann präsentiert wurde, steht nun die Rücktrittsrede des Bundespräsidenten auf dem Programm. Dieser Angelegenheit hat sich Christian Brandes bei Spiegel Offline angenommen und mittels “Songify” einen Remix produziert.

Darauf aufmerksam geworden bin ich durch Dirk von Gehlens Beitrag “Die Kopie als Meinungsäußerung” in seinem Blog “Digitale Notizen”. Dort wird mit dem “Wulffstep” auch ein weiteres Beispiel vorgestellt. Bei SoundCloud sind noch andere satirsche Radio-Beiträge zum Thema zu finden. Naheliegend ist dabei natürlich die Verwendung des Titels “Big Bad Wolf” von Duck Sauce. Daraus macht Kiss FMBig Bad Wulff“.

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Gorillaz treffen Converse

Eine mächtige Marketing-Kooperation haben die Gorillaz und Converse am Start. Am 23. Februar erscheint zweierlei:

  1. The Limited Edition Chuck Taylor Gorillaz Collection; ein Schuh im Camouflage-Look.
  2. Do Ya Thing: An exclusive track for Converse featuring Gorillaz, Andre 3000 and James Murphy; ein Titel an dem also noch der Schauspieler und Rapper von Outkast (“Hey Ya!“) sowie das Mastermind von DFA Records und ehemals Protagonist des stillgelegten Elektro-Projekts LCD Soundsystem mitwirken.

Als wäre das nicht genug an popkulturellem Mashup, meldet sich vor dem Erscheinungstermin dazu die Gorillaz-Figur Murdoc zu Wort. Sein Piraten-Radio sendet nicht nur auf der Converse-Mikrosite “Murdoc On The Wire” (Screenshot), sondern auch bei SoundCloud mit eigenem Profil. Zuletzt wurde dort die Zusammensetzung der Kultschuh-Supergroup verkündet. Tune in:

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Kaffeepause in der Cloud

SoundCloud ist nicht nur eine Plattform für Musik, sondern auch für das gesprochene Wort. Früher fanden im Do-It-Yourself-Modus produzierte digitale Audio-Angebote vorwiegend über iTunes den Weg zum Hörer und damit häufig zum iPod. Aus dieser Zeit stammt auch die gängige Bezeichnung dafür, nämlich Podcast(ing). Warum also eine solche “Sendung” (auch) bei SoundCloud einstellen? Ein Argument dürften inzwischen die Nutzerzahlen sein: Gestern wurde der zehnmillionste registrierte Nutzer vermeldet! Zu diesem Anlass wurde auch ein neues Feature vorgestellt, das Story Wheel. Dabei handelt es sich um ein Mashup von Audio-Aufnahme und Instagram-Fotos. Mit dem ersten Story Wheel erzählen die Gründer die Geschichte ihres Startups. Ein anderer Grund dafür, Podcasts bei SoundCloud zu präsentieren, ist die Kommentarfunktion. Diese betrifft nicht nur die Interaktion mit den Hörern, sondern auch die Möglichkeit, seitens des Anbieters zusätzliche Informationen als timed comment direkt einzubinden. Diese Marken offenbaren durch Mouseover dann ihren Inhalt wie etwa einen Link. Ein schönes Beispiel dafür ist das deutsche Angebot Daily Coffee Break, ein kurzer aber häufiger, gadget- und tool-orientierter Podcast, der heute unter anderem die gerade erwähnten SoundCloud-Neuigkeiten vermeldet.

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Ingrid Michaelson: Human Again

Vom Marketing mittels MashUps von SoundCloud & Thinglink war ja hier schon die Rede. Gut durchdacht und gemacht ist auch ein aktuelles Beispiel, nämlich das “Interactive Songbook” von Ingrid Michaelson zu ihrem neuen Album “Human Again”. Dabei handelt es sich um eine ganze Werbe-Kampagne, die auf diesem Weg betrieben wird: Vor der Veröffentlichung des Albums der US-amerikanischen Sängerin gibt es täglich eine Vorschau auf einen Song davon. Heute handelt es sich um den Titel “Black And Blue”. Audiomäßig enthält dieses Preview-Paket einen Ausschnitt aus dem Song (Mouseover unten rechts) sowie einen kurzen Kommentar der Songwriterin (oben rechts), platziert über dem Text des Liedes. Auf der linken Seite sind Links zur Vorbestellung des Albums (hier geht es dafür zur deutschen Amazon-Filiale) und zu den Profilen von Michaelson bei Facebook & Twitter. Vom Video sehen Besucher aus Deutschland erstmal nix. Dieser Countdown bedeutet aber auch, dass ältere Sound-Clips aus früheren Versionen des Songbooks nicht mehr verfügbar sind. Also nicht beschweren, wenn es am Tag nach diesem Posting nicht mehr funktioniert!

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Lesen & hören: Linktipps

Christoph Twickel (der Autor bei Amazon) singt schreibt heute bei Spiegel Online unter dem Titel “Bastards mit fetten Bässen” ein Loblied auf SoundCloud:

“Egal, ob der Computer, aus dem der Track kommt, in Berlin, Bogotá oder Buenos Aires steht – das Soundfile landet sofort im Internet und steht dort für den globalen Zugriff bereit. Pate für diese Entwicklung steht der Erfolg des Internetdienstes Soundcloud, der Myspace als wichtigsten Knotenpunkt für Musik abgelöst hat.”

Musikalisch geht es in seinem Text um neue elektronische Sounds, die vor allem auf der Südhalbkugel entstehen und globale Einflüsse zu immer neuen Genres kombinieren. Twickel stellt diverse Vertreter dieser Praxis vor; einige Hörbeispiele gibt es direkt im Artikel, andere sind verlinkt. Anlass für seinen Ausflug ins Glokale ist das am 13. Januar erscheinende Album “Couper Decaler Electronique” bei dem Musiker aus der Elfenbeinküste und aus Hamburg miteinander kooperieren. Die daraus resultierenden ästhetisch-politischen Fragen hat bereits Klaus Walter in seiner Sendung “Was ist Musik” beim Internet-Radio byte.fm materialreich diskutiert:
“Kontinenthopping oder Kulturaustausch? Affirmative Action oder Exploitation?”
Von ihm stammt auch der Hinweis auf dieses Dokument der Begegnung…

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