My Tiger My Timing on Tour

Aufmerksam geworden bin ich auf My Tiger My Timing (Portfolio bei Amazon) durch die Werbung für ihr im Juli erscheinendes Debüt-Album Celeste mittels eines Thinglink-MashUps. Ein Klick auf den Link, der auf dem Gewehr platziert ist, bringt uns den Titel Wasteland aus dem SoundCloud-Profil der Band zu Gehör. Die Combo tummelt sich überhaupt auf vielen der für Promo-Zwecke inzwischen relevanten Online-Kanäle und ihr Facebook-Profil ziert der gerade eingeführte Anhören-Button: Damit werden bei Profilen der Kategorie “MusikerIn/Band” die von den Besuchern jeweils benutzten Streaming-Dienste (z.B. Spotify) aktiviert, um Musiktitel der Künstler wiederzugeben. Wie wir wissen, können auf diesen Wegen aber nur minimale Erlöse erzielt werden. Nicht zuletzt deshalb spielt MTMT auch Konzerte: Ihre Tournee führt sie dieser Tage nach Deutschland, was wiederum gut zu verfolgen ist, da die Anwendung Bandsintown genutzt wird. Eine Übersicht liefert der Live Dates-Tab: heute steht Darmstadt auf dem Programm.

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Kompakt kommentiert Regener

In der letzten Woche hat Sven Regener mit seinem Urheberrechts-Rant (“Man pinkelt uns ins Gesicht!”) von sich reden gemacht. Das “Instant-Pamphlet” ist beim bayrischen Zündfunk auch als MP3-Datei verfügbar. Diesem Material haben sich zwei Künstler des Kölner Techno-Labels Kompakt (aktuelle Compilation von Kompakt-Künstlern bei Amazon) angenommen. Zunächst hat Popnoname die Wutrede vertont und mit einer aussagekräftigen Grafik kombiniert. Im Kompakt-Blog heißt es dazu:

Die markigen Worte des Sven Regener, Sänger von Element Of Crime, lösten gestern den erwartbaren Shitstorm im Wasserglas aus, doch einer hat das wahre Potential des Skandals erkannt und geistesgegenwärtig einen heimlichen Hit draus gebastelt: Popnoname mal wieder. Und einmal mehr sehen wir betroffen den Vorhang geschlossen und alle Fragen offen. Nur eines ist so sicher wie anno dazumal: Alles Trolle außer Mutti.

Nun hat Kompakt-Co-Gründer Wolfgang Voigt nachgelegt und seine Version veröffentlicht:

Liebe Musikfreunde,
mit diesem musikalischen Kommentar möchte ich den Aussagen von Sven Regener ausdrücklich und uneingeschränkt beipflichten.

Ob diese Form der Diskussion im Sinne des Urhebers ist, kann bezweifelt werden. Es handelt sich aber um eine schöne sowie intelligente Reaktion auf Regeners Rede.

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Dexys: Nowhere Is Home

Es ist eine unglaubliche Geschichte: Im Sommer wird ein Album der 1978 als Dexys Midnight Runners (“Come On Eileen”) gegründeten Formation um Kevin Rowland erscheinen! Nach Jahren der Metamorphosen sowie anschließender Trennung, Solo-Projekten des Frontmanns und angekündigter/gescheiterter Reunion gibt es seit einiger Zeit handfeste Beweise dafür, dass es diesmal klappt. Jetzt haben die Dexys sogar einen Gratis-Download aus dem “One Day I’m Going To Soar” betitelten Werk (Vorbestellung der Import-CD bei Amazon) veröffentlicht, der die Wartezeit verkürzt.

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Aérea Negrot: Audio & Video

Ok, die Veröffentlichung des Debüt-Albums “Arabxilla” ist nun schon eine Weile her, aber nun hat Aérea Negrot (Venezuela – Hercules & Love Affair – Berlin) drei bereits bekannte Titel bei SoundCloud eingestellt. Besonders gelungen finde ich den Efdemin-Remix von “All I wanna do”. Wer schon einmal auf dem Profil ist, sollte sich auch die schon seit einiger Zeit dort präsenten Remixe (u.a. Ricardo Villalobos) anhören. Ansehen lässt sich schließlich das Video zu “Hair”. Flamboyant, nicht wahr?

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WhoMadeWho: Below the Cherry Moon

Anfang März erscheint “Brighter” (Vorbestellung bei Amazon), das neue Album der Kopenhagener Combo. Ihr Label, die Kölner Elektronik-Experten von Kompakt, beschreiben das Ergebnis in der Ankündigung wie folgt: “WhoMadeWho individually evangelize about 60’s psychedelia, 70’s stoner rock, 80’s mutant disco, 90’s electronica and this have resulted in their warped sound of now.” Noch Fragen? Für diesen Fall gibt es seit heute vorab einen Titel nicht nur im Stream, sondern auch als Download.

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Gorillaz treffen Converse

Eine mächtige Marketing-Kooperation haben die Gorillaz und Converse am Start. Am 23. Februar erscheint zweierlei:

  1. The Limited Edition Chuck Taylor Gorillaz Collection; ein Schuh im Camouflage-Look.
  2. Do Ya Thing: An exclusive track for Converse featuring Gorillaz, Andre 3000 and James Murphy; ein Titel an dem also noch der Schauspieler und Rapper von Outkast (“Hey Ya!“) sowie das Mastermind von DFA Records und ehemals Protagonist des stillgelegten Elektro-Projekts LCD Soundsystem mitwirken.

Als wäre das nicht genug an popkulturellem Mashup, meldet sich vor dem Erscheinungstermin dazu die Gorillaz-Figur Murdoc zu Wort. Sein Piraten-Radio sendet nicht nur auf der Converse-Mikrosite “Murdoc On The Wire” (Screenshot), sondern auch bei SoundCloud mit eigenem Profil. Zuletzt wurde dort die Zusammensetzung der Kultschuh-Supergroup verkündet. Tune in:

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Die Türen: Das Leben ist teuer

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ so heißt das Album der Türen, dass dieser Tage erscheint. Zu diesem Zweck zieht das bandeigene Label “Staatsakt” alle Register des modernen Musikmarketings. Außer dem inzwischen üblichen Bespielen der sozialmedialen Kanäle übt man sich sogar im Crowdfunding: Zur Tournee (März/April) wird es Poster mit den Buchstaben geben, für die Patenschaften übernommen werden konnten. Die Nachfrage war so groß, dass auch die Umlaute verhökert wurden. Wie heißt der Promo-Song bei SoundCloud? Das Leben ist teuer! Und deshalb würdigt Sänger Maurice Summen auch die Bedeutung digialer Audio-Inhalte und fordert in einem Kommentar beim Zündfunk (Bayern 2) die “Kultur-Cloud für alle“. Word Up!

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Bad Girls: M.I.A. meets Madonna

In der Halbzeit-Show des diesjährigen Super Bowl (live in der Nacht von Sonntag auf Montag zu sehen) wird mit Madonna auch die Sängerin M.I.A. auftreten. Gemeinsam mit der Rapperin Nicki Minaj wird dann die Single “Give Me All Your Luvin’” vom neuen Madonna-Album “MDNA” dargeboten. Eine hervorragende Zusammenfassung diverser Aspekte der Kollaboration bietet der Eintrag zum Song in der englischsprachigen Wikipedia. Sowohl die Beteiligten als auch das Event als solches versprechen eine provozierende Performance. M.I.A. nutzt und verstärkt diese Erwartung mit der Veröffentlichung von “Bad Girls”. Eine Version davon ist bereits auf ihrem unter dem Pseudonym “Vicky Leekx” als Gratis-Download verfügbaren Mixtape erschienen. Zu beiden Projekten sind am Freitag auch noch Video-Clips zu erwarten.

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Santigold: Big Mouth

Im Vorfeld der in diesem Frühjahr anstehenden Veröffentlichung ihres Albums “‘Master of My Make-Believe” hat Santigold den Titel “Big Mouth” auschließlich online veröffentlicht: Er streamt bei SoundCloud und wer ihren Newsletter abonniert erhält einen Gratis-Download. Die Sängerin hat bereits 2008 unter dem Namen “Santogold” mit einem gleichnamigen Album für Furore gesorgt. Sie ist seitdem gern gesehener Gast bei diversen Kooperationen mit Musikern aus HipHop und R&B, wie der Wikipedia-Eintrag dokumentiert. Was Santi White aber auszeichnet, ist ein wilder Stil, der sich keinem dieser Genres zuordnen lässt, sondern von Brooklyn aus den hier bereits besprochenen “Ausflug ins Glokale” macht. Nachdem der Clip erst wenige Stunden zirkuliert, füllt sich das Netz bereits mit Interpretationen und erkennt Lady Gaga als das “Großmaul” (Big Mouth), von dem die Rede ist. Doch seht selbst:

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Ingrid Michaelson: Human Again

Vom Marketing mittels MashUps von SoundCloud & Thinglink war ja hier schon die Rede. Gut durchdacht und gemacht ist auch ein aktuelles Beispiel, nämlich das “Interactive Songbook” von Ingrid Michaelson zu ihrem neuen Album “Human Again”. Dabei handelt es sich um eine ganze Werbe-Kampagne, die auf diesem Weg betrieben wird: Vor der Veröffentlichung des Albums der US-amerikanischen Sängerin gibt es täglich eine Vorschau auf einen Song davon. Heute handelt es sich um den Titel “Black And Blue”. Audiomäßig enthält dieses Preview-Paket einen Ausschnitt aus dem Song (Mouseover unten rechts) sowie einen kurzen Kommentar der Songwriterin (oben rechts), platziert über dem Text des Liedes. Auf der linken Seite sind Links zur Vorbestellung des Albums (hier geht es dafür zur deutschen Amazon-Filiale) und zu den Profilen von Michaelson bei Facebook & Twitter. Vom Video sehen Besucher aus Deutschland erstmal nix. Dieser Countdown bedeutet aber auch, dass ältere Sound-Clips aus früheren Versionen des Songbooks nicht mehr verfügbar sind. Also nicht beschweren, wenn es am Tag nach diesem Posting nicht mehr funktioniert!

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